Vielen Dank – und Schluss

Es war ein spannendes Jahr – das habe ich allein daran gemerkt, wie schwer es mir fiel, nach dem Zuschlagen meiner drei dunkelblauen Hanser-Bücher am 31. Dezember auch innerlich loszulassen und mich von meiner so zur notwendigen Gewohnheit gewordenen fast täglichen Kleistlektüre zu trennen. Jetzt, Anfang März 2012, wird es dann aber doch Zeit abzuschließen, zurückzuschauen und den Blick zu schärfen für neue Projekte. Weiterlesen

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Abschied vom Dickkopf

Die Münchner Ausgabe der Werke Kleists habe ich ja hier schon gefühlte tausend Mal gelobt, ein letztes Lob sei hier noch erlaubt: Von der Meldung von Polizeirat Meyer über die Obduktionsberichte und der Gebührenaufstellung dafür bis hin zur Eingabe Marie von Kleists bei Friedrich Wilhelm III. ist in dieser Ausgabe auf 31 eng und kleinbeschriebenen Seiten Kleists letzte Tat dokumentiert, und die Protokolle lesen sich wahrlich interessant. Weiterlesen

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Sibylle Lewitscharoff findet Selbstmörder abstoßend

Am 20. November 2011 wurde die Schriftstellerin Sibylle Lewitscharoff mit dem Kleist-Preis ausgezeichnet. Es ist eine alte Tradition, dass Preisträgerinnen und Preisträger in ihrer Dankesrede ihr Verhältnis zu dem Namensgeber beschreiben, und ich bin der Süddeutschen Zeitung dankbar, dass sie Sibylle Lewitscharoffs Auslassungen zum Thema fast komplett in ihrer Ausgabe vom 21. November 2011 dokumentiert hat. Weiterlesen

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Über das allmählige Begreifen im Drama

Prinz Friedrich von Homburg ist ein großartiges Stück, anrührend, bewegend, zutiefst menschlich, spannend, seltsam, verträumt; es ist der ganze Kleist in einem Stück, und, das freut einen Unentwegtkleistleser wie mich ja dann doch besonders, es geht zur Abwechslung einmal gut aus. Es ist auch, und das ist mir bei der erneuten Lektüre nach mehreren Jahren Abstinenz diesmal aufgefallen, ein regelrechtes Versuchslabor über das allmähliche Begreifen. Weiterlesen

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